Trends in der Familienandacht im Vergleich der Jahre 2013 und 2018

“Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.” (Matthäus 18:20 HOF)

Diejenigen, die in einem Zuhause aufgewachsen sind, in denen Familienandacht an erster Stelle stand, haben höchstwahrscheinlich schöne Erinnerungen daran, wie sie Lieder über Jesus gesungen, die Bibel studiert und mit ihrer Familie zusammen gebetet haben. Es besteht kein Zweifel, dass Familienandacht dazu beiträgt, die Liebe zu Jesus schon früh im Leben eines Kindes zu wecken und eine solide Grundlage für eine Beziehung zu Gott zu schaffen, auf die man aufbauen kann, wenn das Kind erwachsen wird. Aufgrund dieser Bedeutung für die Gründung eines solchen geistlichen Lebens in jungen Jahren und des Engagements für die Gemeinde waren die Forscher daran interessiert, mehr über Trends in der Praxis und Häufigkeit der Familienanandacht bei adventistischen Gemeindemitgliedern zu erfahren.

Im Rahmen der Globalen Gemeindemitgliederumfrage in 2013 (GCMS) wurden die Mitglieder gefragt, ob Familienandacht in ihrer Herkunftsfamilie eine Gewohnheit war (Q3.4). Über zwei von fünf Befragten (42,6%) gaben an, dass dies in ihrer Familie eine sehr konsistente Praxis und Priorität gewesen sei, während weitere 22,7% angaben, dass es sich häufig um eine reguläre, aber nicht konsistente Praxis handelte. Weniger als einer von fünf Befragten (18,8%) gab an, dass Familienandacht  gelegentlich regelmässig war, aber nur während bestimmten Zeiträumen, weniger als einer von zehn Befragten (8,7%) angab, dass sie überhaupt keine Familienandacht hatten.

Als die GCMS in 2018 durchgeführt wurde, wurde dieselbe Frage (Q22.06) an die weltweiten Befragten gestellt, aber die Antwortoptionen haben sich geringfügig geändert. Einer von fünf Befragten (20,8%) stimmte nachdrücklich zu, dass Familienandacht in seiner Familie eine Gewohnheit war, und weitere 27,5% stimmten zu. Einer von zehn Befragten (11%) gab an, nicht sicher zu sein. Jeder Fünfte (21,4%) stimmte in dem einen oder anderen Punkt nicht zu.

Im Rahmen beider Studien wurden die Mitglieder auch nach der Häufigkeit der Familienandacht in ihrer Herkunftsfamilie befragt (siehe unseren vorherigen Blog). In der Umfrage (GCMS) in 2013 (Q3.74) teilte mehr als ein Drittel (36%) der Befragten mit, dass sie täglich oder mehr als einmal am Tag Familienandacht erlebt hatten, als sie aufgewachsen sind. Ungefähr jeder Fünfte (22%) hatte mehr als einmal pro Woche Familienandacht, während 14% etwa einmal pro Woche Familienandacht hatten. Etwa einer von zehn Befragten (12%) gab an, dass sie weniger als einmal im Monat eine Familienandacht hatten, und 16% gaben an, dass sie in ihrer Herkunftsfamilie niemals eine Familienandacht hatten.

Als die gleiche Frage in der Umfrage (GCMS) in 2017-18 (Q26.05) gestellt wurde, teilte eine ähnliche, aber etwas größere Anzahl (37%) als im Jahr 2013 mit, dass sie täglich oder mehr als einmal am Tag Familienandacht erlebt hatten. Die Studie von 2018 zeigte jedoch, dass nur 16,5% der Befragten mehr als einmal pro Woche Andacht hatten, während 12,3% etwa einmal pro Woche Familienandacht hatten. Etwas mehr als in 2013 (12,6%) gaben an, weniger als einmal im Monat Andacht zu haben, während eine wesentlich größere Anzahl (21,5%) angab, niemals Familienandacht zu haben.

Die Vergleichsanalyse zeigt, dass mehr Befragte der 2018 Umfrage in Familienhäusern aufgewachsen sind, in denen Familienandacht keine Priorität war. Höchstwahrscheinlich werden sie Familienandacht nicht zu einer Priorität in ihren eigenen Familien machen, es sei denn, jemand appelliert an sie hinsichtlich der Wichtigkeit der Familienandacht in einem christlichen Zuhause für die geistliche Entwicklung der Kinder.

Ellen White schrieb:
"In jeder Familie sollte man eine bestimmte Zeit für die Morgen- und Abendandacht haben. Wie angemessen ist es für die Eltern, ihre Kinder noch vor dem Frühstück um sich zu versammeln, um dem himmlischen Vater für den Schutz in der Nacht zu danken und ihn um seine Hilfe, Führung und Obhut für den Tag zu bitten! Am Abend ist es angebracht, dass die Eltern mit ihren Kindern noch einmal vor Gott treten und ihm für die Segnungen des vergangenen Tages danken!" (Ellen White, Das Gebet, 106.2)

Es ist an der Zeit, dass wir als Familie, als Gemeinde, der Familienandacht wieder Priorität einräumen!


Weitere Daten zum GCMS 2013 finden Sie in den Forschungsberichten der Gemeindemitgliederumfrage bei Divisionen 

Weitere Daten zum GCMS 2013 und 2018 finden Sie in der folgenden Präsentation von Dr. David Trim vom Amt für Archivierung, Statistik und Forschung:

2013 Jährliche Sitzung Forschungsbericht  - Globale Gemeindemitgliederumfrage Datenbericht 

2018 Jährliche Sitzung Forschungsbericht - Globale Gemeindemitgliederumfrage Datenbericht


Erstellt in Zusammenarbeit mit dem Institute of Church Ministry


Erstellt und übersetzt bei Manuela Coppock