Praktische Anwendung unserer Beziehung mit Christus: Glaubensstärke und Reife

Während seiner Zeit hier in unserer Welt diente Jesus seinem Vater, indem er die Bedürftigen liebte und für sie sorgte. Wenn wir unsere Beziehungen zu anderen betrachten, lieben wir sie wirklich wie Jesus? Im Rahmen der Globalen Gemeindemitgliederumfragen (GCMS) 2013 und 2017-18 wurden Gemeindemitglieder weltweit gefragt, wie sie sich in den Bereichen der Glaubensreife einordnen (dh die Stärke der Beziehung einer Person zu Gott und wie diese Beziehung seine oder ihre sozialen Beziehungen beeinflusst).

In beiden Umfragen wurden die Befragten gefragt, wie oft sie sich für die Verringerung von Schmerzen und Leiden in der Welt verantwortlich fühlen. Die Umfrage von 2013 ergab, dass eine Mehrheit (74%) der Befragten diese Verantwortung sehr häufig oder eher häufig empfand. Allerdings fühlte sich weniger als jeder fünfte (17%) Befragte manchmal so, während etwa jeder zehnte (9%) angab, dass er selten oder nie für die Verringerung von Schmerzen und Leiden verantwortlich ist.

Als in der Umfrage 2017-18 dieselbe Frage gestellt wurde, gaben etwas weniger (69%) der Befragten an, dass sie sich sehr häufig oder eher häufig für die Verringerung von Schmerzen und Leiden in der Welt verantwortlich fühlen, obwohl die Ergebnisse für „sehr häufig“ gleich waren. Darüber hinaus gaben etwas mehr (18%) der Befragten als in der Studie von 2013 an, dass sie diese Verantwortung manchmal fühlten, und eine größere Zahl (13%) gab zu, dass sie sich selten oder nie so fühlten.

Während die Mitglieder weltweit insgesamt ziemlich besorgt über das Wohlergehen anderer zu sein scheinen, wie setzen sie diese Besorgnis in die Tat um? Vor diesem Hintergrund fragte die Umfrage 2013 die Teilnehmer, wie oft sie ihre Zeit und ihr Geld genutzt haben, um anderen Menschen zu helfen. Über die Hälfte (56%) der Mitglieder gaben an, dass sie  sehr häufig oder eher häufig ihre Zeit und ihr Geld für Hilfe zur Verfügung stellten. Ein Viertel (26%) gab jedoch an, dies nur manchmal zu tun, während fast jeder Fünfte (18%) selten oder nie Zeit und / oder Geld gab, um anderen zu helfen. Könnte es sein, dass die Befragten vielleicht eher ihre Zeit oder  eher ihr Geld im einzelnem geben, was zu einer scheinbar geringen Beteiligung im Geben führt?

Die Umfrage 2017-18 hat diesen Umfragepunkt in separate Fragen unterteilt und die Befragten gefragt, ob sie ihre Zeit und ihr Geld im einzelnem genutzt haben. Interessanterweise scheinen die globalen Befragten eher bereit zu sein, ihre Zeit als ihr Geld zu benutzen. Während 57% angaben, sehr häufig oder eher häufig Zeit zu geben, um Menschen zu helfen, taten dies nur 45% mit ihrem Geld. Die Ergebnisse zeigen in jeder Kategorie den gleichen Trend: Zwischen Zeit und Geld in der Kategorie „sehr häufig “ besteht eine Lücke von acht Prozent, in der Kategorie „eher häufig“ eine Lücke von fünf Prozent. Und leider vergrößert sich die Kluft in den Kategorien „selten“ oder „niemals“: Während 18% der Befragten selten oder nie ihre Zeit gaben, gaben viel mehr (30%) der Befragten nie ihr Geld, um anderen zu helfen. Es scheint, dass es Mitgliedern weltweit schwerer fällt, ihr Geld zu benutzen als ihrer Zeit um anderen zu helfen.

Auf die Frage, wie oft sie zeigen, dass ihnen die Verringerung der Armut in der Gesellschaft am Herzen liegt, gaben die Teilnehmer in den Jahren 2017-18 einen geringeren Anteil an als in 2013. Die Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass drei von fünf (60%) der Befragten sehr häufig oder eher häufig zeigen, dass ihnen die Verringerung der Armut in der Gesellschaft am Herzen liegt, und 18% teilten mit, dass sie dies selten oder nie taten; In der Studie 2017-18 zeigte nur die Hälfte der Befragten sehr häufig oder eher häufig zeigen, dass ihnen die Verringerung der Armut in der Gesellschaft am Herzen liegt, und zehn Prozent mehr (27%) taten dies selten oder nie. Daher gaben die Mitglieder der Umfrage 2017-18 auf breiter Front ein geringeres Verantwortungsgefühl für Schmerzen und Leiden an und zeigten, dass ihnen die Armutsbekämpfung weniger am Herzen liegt, als den Mitgliedern der Umfrage 2013.

Sowohl in der Umfrage 2013 als auch in der Umfrage 2017-18 wurde gefragt, ob Adventisten ihren Glauben auf politische und soziale Themen anwenden. Die Umfrage in 2013 zeigte, dass fast die Hälfte (47%) der Befragten dies sehr häufig oder eher häufig tat, wobei 35% angaben, dies selten oder nie zu tun. Die Umfrage 2017-18 hatte eine ähnliche Anzahl (49%) der Befragten, die angaben, dass sie ihren Glauben sehr häufig oder eher häufig auf soziale Themen angewendet haben, während 34% dies selten oder nie taten.

Wie bewerten Adventisten weltweit ihr Leben in Bezug auf Sinn und Zweck? Eine Mehrheit (85%) der Befragten in der Umfrage von 2013 gab an, dass sie sehr häufig oder eher häufig das Gefühl hatten, dass ihr Leben voller Sinn und Zweck ist. Jeder zehnte gab zu, dass er sich manchmal so fühlte, während die übrigen Befragten selten oder nie das Gefühl hatten, dass ihr Leben Sinn und Zweck hatte.

Die Umfrageergebnisse 2017-18 waren ähnlich. 83% der Befragten gaben an, dass ihr Lebensehr häufig oder eher häufig voller Sinn und Zweck war. Ungefähr jeder zehnte Befragte gab an, dies manchmal zu fühlen, während ein kleiner Prozentsatz dies selten oder nie so empfand.

Somit zeigen beide Umfragen, dass es in der Adventgemeinde eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern gibt, die sich mit Schmerzen und Leiden in der Welt befassen und bereit sind, sich für die Verringerung der Armut einzusetzen und ihren Glauben auf politische und soziale Fragen anzuwenden. Die Ergebnisse für das besorgnis sind jedoch höher als die Ergebnisse für die praktische Umsetzung. Die gemeindemitglieder scheinen auch eher bereit zu sein, ihre Zeit als ihr Geld zu benutzen. Leider sind die Umfrageergebnisse 2017-18 in jeder Frage niedriger als die Ergebnisse von 2013. Gleichzeitig zeigen beide Umfragen, dass insgesamt eine starke Mehrheit der Adventisten auf der ganzen Welt Sinn und Zweck in ihrem Leben hat, was ein großes Zeugnis ihres lebendigen Glaubens ist.
 
Wie bewerten Sie Ihre eigenen Antworten auf diese Aussagen? Stimmen Sie mit der Mehrheit der globalen Teilnehmer überein oder sind Sie jemand ausserhalb der Norm? Unabhängig von Ihrer Antwort ist hier die ultimative Frage: Wollen Sie täglich mehr wie Jesus sein, Gott und andere lieben, wie er es tat?

Wenn Sie an weiteren Daten zur Glaubensreife interessiert sind, lesen Sie bitte unsere vorherigen Blogs zu diesem Thema und auch den Meta-Analyse-Bericht:

 
 
 

 


Erstellt in Zusammenarbeit mit dem Institute of Church Ministry


Erstellt und übersetzt bei ASTR Team